Ambulante spinale Dekompression
Verletzte oder beschädigte Bandscheiben regenerieren oft nur sehr langsam, da sie konstantem Druck ausgesetzt sind. Das SpineMED®-Verfahren zur spinalen Dekompression ist eine innovative Methode, um diesen Druck gezielt zu verringern. Durch eine computergesteuerte, dynamische Distraktion der Wirbelsäule reduziert sich der intradiskale Druck, was die Diffusion von Flüssigkeit, Nährstoffen und Sauerstoff in den Diskus fördert. Ziel ist es, die Bandscheibe zu entlasten und ihre Versorgung mit Flüssigkeit und Nährstoffen zu verbessern.
Das Verfahren nutzt eine „dynamische Distraktion“, bei der die Distraktionskraft präzise auf das betroffene Wirbelsäulensegment wie L5/S1 gerichtet wird. Durch das Biofeedback-System wird die Spannung der Rückenmuskulatur überwacht und visualisiert, sodass der Patient gezielt entspannen kann, ohne Abwehrspannung wie bei traditionellen Extensionsgeräten zu verspüren.
Mit dem SpineMED®-Verfahren werden folgende Ziele angestrebt:
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- Vergrößerung des Zwischenwirbelabstands zur Entlastung der Bandscheiben.
- Reduktion des intradiskalen Drucks.
- Verbesserung des Stoffwechsels in den Bandscheiben und deren Rehydration.
- Repositionierung von Bandscheibengewebe für eine bessere Funktion und Schmerzlinderung.
Die SpineMED®-Therapie ist ein schonendes, nicht-invasives Verfahren. Für manche Patientinnen und Patienten kann sie eine konservative Behandlungsmöglichkeit sein, bevor eine Operation in Betracht gezogen wird, zum Beispiel bei:
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- Bandscheibenvorfall oder Bandscheibenvorwölbung
- Diskusdegeneration (Verschleißerscheinungen)
- Ischialgie
- Radikulopathie (Nervenwurzelreizung)
- Facettengelenkssyndrom
- Akuter Lumbago („Hexenschuss“)
- Spinalkanalstenose (nicht knöchern)
- Nach Wirbelsäulenoperationen (ohne Metallimplantate)
SpineMED® Behandlungsmethode
Die SpineMED®-Therapie zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:
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- Selbstständig und computerüberwacht: Die Behandlung erfolgt computergesteuert und ermöglicht eine präzise und sichere Anwendung.
- Biofeedback-gesteuert: Ein integriertes Biofeedback-System überwacht kontinuierlich die Muskelspannung und ermöglicht gezieltes Entspannen des Patienten.
- Intermittierende Distraktion der Wirbelsäule für HWS und LWS: Die Therapie bietet eine wechselnde Streckung für die Hals- und Lendenwirbelsäule, wodurch die Dekompression besonders schonend ist.
Lumbale Behandlung
Bei der lumbalen SpineMED®-Therapie werden Becken und Oberkörper sicher am Tisch fixiert. Das Becken wird computergesteuert in die optimale Neigung gebracht, um die Zielregion der Wirbelsäule präzise anzusprechen. Eine sanfte, computergesteuerte Distraktionskraft dehnt den Zwischenwirbelraum und unterstützt so die gezielte Entlastung der Bandscheiben.
Segmentspezifische Dekompression der LWS
Zervikale Behandlung
Bei der zervikalen Behandlung wird der zervikale Applikator des Geräts in die gewünschte Winkelstellung gebracht, während zervikale Fixatoren den Kopf optimal am Hinterhaupt halten. Dies ermöglicht eine kontrollierte Distraktion der Halswirbelsäule. Die Behandlung erfolgt in Kuren von 20 Sitzungen à 30 Minuten, wobei sowohl die zervikale als auch die lumbale Region behandelt werden.
Anwendungsbereiche
Das SpineMED®-Verfahren kann infrage kommen bei Patienten mit Bandscheibenvorwölbung oder -vorfall, Ischialgie, radikulären und pseudoradikulären Symptomen, Spinalkanalstenose (nicht knöchern) und Diskusdegeneration.
SpineMED® nutzt eine gezielte Dekompression durch Distraktion und Positionierung, um beschädigte oder degenerativ veränderte Bandscheiben in einem bestimmten Wirbelsäulensegment zu entlasten. Diese Methode wird vor allem bei pathologischen Bandscheibenveränderungen angewendet, die zu den häufigsten Ursachen für Schmerzen in der Hals- und Lendenwirbelsäule gehören.
Häufige Ursachen für solche Veränderungen sind:
- Starke, einseitige Belastung der Wirbelsäule
- Bewegungsmangel, Haltungsschäden und Übergewicht
Diese Faktoren führen zu einer Degeneration des Diskus intervertebralis, einer Dehydration der Bandscheibe und einer Verringerung des Zwischenwirbelraums. Infolgedessen können Facettengelenkssyndrome, Stenosen (insbesondere des Foramen laterale) und Bandscheibenvorfälle/-vorwölbungen entstehen, da die intradiskale Druckerhöhung zu Verletzungen und Rissen im Anulus führt. Diskushernien können zudem Radikulopathien verursachen, die sowohl sensitive als auch motorische Ausfälle mit sich bringen.
Kann die SpineMED®-Methode bei meinen Beschwerden helfen?
Ob die spinale Dekompression für Sie infrage kommt, klären wir in einer gründlichen Eingangsuntersuchung. Dabei besprechen wir Ihre Beschwerden und Vorbefunde und prüfen mögliche Kontraindikationen. Die Entscheidung für eine Behandlung treffen Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Das Verfahren ist jedoch nicht geeignet für Patienten mit:
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- Starker Osteoporose
- Spondylolisthesis Grad 2 oder höher
- Frakturen oder Tumoren im Bereich der Wirbelsäule
- Angeborenen Wirbelsäulendefekten
- Metallimplantate in der Wirbelsäule